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Kooperation Schule - Eltern

Der Einsatz von privaten Geräten setzt eine vertrauensvolle Basis der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus voraus. Die Verantwortung für das Gerät als Wertgegenstand, als Arbeitsmittel und als Kommunikationsmedium liegt zu unterschiedlichen Teilen bei Schülern, Eltern und der Schule. Sie kann nur im Dialog aller Beteiligten gemeinsam getragen werden.

Aus der jahrelangen Erfahrung und aus zahlreichen Gesprächen heraus entstand zum Schuljahr 2017/18 erstmalig der Leitfaden „Individualisiertes Lernen mit iPads  - Eine Orientierungshilfe für Eltern ab Klasse 5“, mit dem wir Eltern in der Begleitung ihrer Kinder auf dem Weg zu „digital kompetenten“ Nutzen unterstützen. Dieser wird jährlich im Rahmen eines Informations- und Elternabends ausgegeben und erläutert. 

Auszug aus dem Vorwort des Leitfadens zum Schuljahr 2018/19:

Mit Beginn des sechsten Schuljahres wird Ihr Kind behutsam an die Nutzung von iPads im Unterricht herangeführt. Die Schule stellt sich damit der Herausforderung unseres digitalen Zeitalters an die Heranwachsenden - und an Sie als Eltern - und antwortet zugleich auf die Lebenswelt der Kinder als digital natives. Ab dem Schuljahr 2018/19 werden bereits die Fünftklässler im zweiten Halbjahr im Rahmen des Pflichtkurses „Lern- und Arbeitsmethodik (LAM)“ auf die Nutzung der iPads im Unterricht vorbereitet.

Mit dieser Orientierungshilfe möchten wir Ihnen einen „roten Faden“ an die Hand geben, der Ihnen den Einstieg in eine erweiterte methodische Vielfalt des Lernens erleichtert und somit den Weg dafür ebnet, Ihr Kind adäquat begleiten zu können. Die vorliegende Zusammenstellung enthält Anleitungen, Vereinbarungen und eine Vielzahl von Erfahrungen, die sich im Lauf der letzten sechs Jahre angesammelt und sich zu weit mehr als nur einem roten „Faden“ entwickelt haben: Wir sind selbst erstaunt, wie groß das rote Knäuel ist, das wir Ihnen hiermit sauber aufgewickelt mitgeben möchten. Uns freut besonders, dass bei der Erstellung dieser Orientierungshilfe viele Erkenntnisse aus Gesprächen mit Eltern eingeflossen sind - denn auch darauf basiert der Erfolg des Individualisierten Lernens mit iPads: Ganz im Sinne einer Erziehungspartnerschaft nehmen Schule und Elternhaus gleichermaßen ihre Verantwortung wahr, die ein digitales Gerät in den Händen von Elf-/Zwölfjährigen mit sich bringt, und leisten ihren Beitrag, die Kinder angemessen auf eine Zukunft vorzubereiten, von der wir heute noch nicht wissen, wie sie aussehen wird.

Auch unser schulischer Alltag „digitalisiert“ sich zunehmend, im vergangenen Schuljahr sind viele Prozesse angestoßen worden, die zu umfassenden Veränderungen geführt haben, an die auch wir uns noch gewöhnen müssen. Dieser Leitfaden versucht die grundsätzlichen Fragen vorab zu beantworten, damit für Ihre Fragen mehr Zeit bleibt. (M. Bischofberger, T. Urban) 

Das Inhaltsverzeichnis des Leitfadens für das Schuljahr 2018/19:

1. Grundsätze zur iPad-Nutzung ab Klasse 5

1.1. Ziel der Einführungsphase in Klasse 5

1.2. Nutzungsregeln

2. Anschaffung und Einrichten des Geräts

2.1. iTunes / iTunes-Store / App-Store / iCloud

2.2. Das Einrichten einer Apple-ID

2.3. Technische Voraussetzungen und Empfehlungen

2.4. Die schulische email-Adresse

3.  Bestellung der Apps

3.1. Übersicht der im Unterricht verwendeten Programme 

3.2. Bestellung von Apps, wenn noch kein iPad im Haushalt vorhanden ist

3.3. Übertragen von Apps im Rahmen einer Familienfreigabe

4. Beschreibung der im Unterricht verwendeten Programme

5.  Laden der Apps und der digitalen Schulbücher

5.1. Einlösen der Codes

5.2. Wenn Sie in der Schweiz wohnen…

5.3. Aus der Erfahrung: Probleme beim Laden der Apps

5.4. Digitale Schulbücher

6. Datensicherung durch Synchronisieren des iPads mit einem Computer

7. Kontrolle über das iPad des Kindes

7.1. Elternleitfaden für iTunes

7.2. Positionierung der Schule bezüglich der Nutzung von mobilen Geräten

7.3. Aus der Erfahrung: Tipps zur Kontrolle des Nutzungsverhaltens Ihres Kindes

7.4. Classroom-App - so behalten wir den Überblick im Klassenzimmer

8. Datenschutz

9. Zusammenfassung

Das iPad im Unterricht - „ideale“ Einstellungen für ein gewinnbringendes Arbeiten

10. Anhang: Materialien zur Medienprävention

11. „Das lose Blatt“: App-Bestellung und Kenntnisnahme des Elternleitfadens

Haltung der Schulleitung im Bereich der Sozialen Netzwerke: 

Brief des Schulleiters an die Eltern (April 2015, akt. Mai 2018) 

Liebe Eltern,

in naher Vergangenheit mussten wir zunehmend feststellen, dass Kinder und Jugendliche auch bei uns über die elektronische Nachrichtenversandmöglichkeit „WhatsApp“ in Streit geraten sind, ja, dass sogar Mobbingaktivitäten darüber „abgewickelt“ werden! Hierzu eine Definition: „Unter Cyber-Mobbing versteht man verschiedene Formen der Diffamierung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung mithilfe elektronischer Kommunikationsmittel insbesondere über das Internet und in Chatrooms“ (G. Nolte: Cyber-Mobbing auf dem Schulhof. IN: Schulverwaltung 5.2015, 24. Jg., S. 153).

Es gibt mittlerweile einige Klassengruppen, bereits in Klasse 5 (!), es gibt ständig neu eingerichtete und wieder gelöschte Gruppen. Und zu allem: Es gibt eine zunehmende Flut von Elternmails an Klassen- und Fachlehrer, die Streitigkeiten aus dieser Art der Nachrichtenverbreitung zum Gegenstand haben.

Ich muss Sie nun um Verständnis bitten: Wir können nicht länger für Streitigkeiten, die sich in Chatrooms und über Nachrichtendienste oder in sozialen Netzwerken wie Facebook auf privaten Geräten von Kindern und Jugendlichen verbreiten, in der Schule verantwortlich zeichnen, dies aus folgenden Gründen:

„Facebook“ kann ab 13 Jahren in einem sog. „Minderjährigen-Account“ genutzt werden, „WhatsApp“ hat eine Altersfreigabe ab 16 Jahren: „WhatsApp ermöglicht das kostenlose Versenden von Kurznachrichten, Bildern….über das Smartphone – auch innerhalb einer Gruppe. Die Nutzung ist ab einem Alter von 16 Jahren freigegeben.“ (M. Freytag: Lehrer in sozialen Netzwerken. Rechtlicher Rahmen und Verhaltensempfehlungen. IN: Digitale Medien in der Schule, hrsg. von G. Birkigt beim RAABE-Verlag, Stuttgart, 2015, S. 202).

Nutzen jüngere Kinder als in der Altersfreigabe angegeben solche Dienste, muss dies von den Eltern genehmigt sein!

Wir empfehlen Eltern dieser Altersgruppe dringend, Ihrem Kind die Nutzung von „WhatsApp“ und anderen Nachrichtendiensten nicht zu gestatten!

Wir können künftig Streitigkeiten, die aus „WhatsApp-Nachrichten“ oder aus anderen sozialen Netzwerken, aus Gruppen (auch aus Klassengruppen) heraus entstehen, nicht länger verfolgen und aufklären. Wir verweisen die Aufklärung dieser Streitigkeiten direkt an die Eltern als Verantwortliche für die Nutzung dieser Dienste.

Zu Ihrer zusätzlichen Information:

„WhatsApp“ hat sämtliche Rechte an Bildern, die auf dem Server übertragen werden. Damit ist Aufnehmen und Hochladen von Bildern und Personen faktisch ein Verletzen von Persönlichkeitsrechten, wenn keine Einverständniserklärung dazu vorliegt. Auch Facebook ist erst ab 13 Jahren – im Minderjährigen-Modus! - erlaubt. Hier werden alle Rechte von geposteten Texten, Bildern oder Filmen an Facebook übertragen.

Zur Unterscheidung iPad – Handy oder Smartphone: Jede App steht in der Verantwortung der Eltern; für die von uns empfohlenen Apps geben wir eine Unbedenklichkeitserklärung bei der Anwendung im unterrichtlichen Kontext. Wichtig: “WhatsApp“ kann nur auf Handys genutzt werden, da es an eine Handy-Nummer gebunden ist. (Anmerkung: Mittlerweile existiert auch eine Whatsapp-Version für iPad; Stand Okt. 2015). Eine Nutzung auf iPad ist nur dann möglich, wenn man eine Simkarte hat. Die brauchen wir zur schulischen Nutzung im iPad nicht, sie gehört nicht zur Ausstattung als Lerngerät!

Wir holen Sie mit diesem Rundschreiben ins Boot, liebe Eltern. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr, schauen Sie nach, lesen Sie mit, haben Sie ein Auge auf das, was Ihre Kinder mit dem Handy anstellen. Ich hoffe, dass wir als Schule mit dieser Nachricht eine klare Positionierung zur Verwendung von „WhatsApp“ und anderen entsprechenden Diensten vorgenommen haben.

Dessen ungeachtet schulen wir auch künftig die Kinder im Umgang mit Gefahren im Netz, weil wir weiterhin einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien, auch bereits in der Unterstufe, anstreben und ermöglichen wollen!

Und wir selbst? Mit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 ist die dienstliche Kommunikation über Whats-App und anderen Messengerdiensten für den dienstlichen Gebrauch nicht (mehr) gestattet - zwischen Lehrern und Lehrern sowie zwischen Schülern und Lehrern müssen also andere Wege gewählt werden, die wir durch das Einrichten von schulischen email-Adressen geschaffen haben und bevorzugt im persönlichen Gespräch praktizieren wollen.

D. Toder, Schulleiter

 

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