Portrait > Digitale Schule > Individualisiertes Lernen mit iPads

Individualisiertes Lernen mit iPads

Vom iPad-Wagen zum BYOD

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die einzelne Schülerin und der einzelne Schüler. Sie zu fördern und zu fordern ist unsere Hauptaufgabe.

Es war im Jahr 2012, als iPads auf der Bildungsmesse didacta vorgestellt wurden und eine Antwort auf mehrere Diskussionen im Haus bereit hielten: Zum einen war die Freiarbeit in der Unterstufe in ihrer bisherigen Form an Grenzen gestoßen, da sie in vielfacher Hinsicht den Anforderungen von Schülern und Lehrern nicht mehr genügte. Der Wunsch nach einem breiter aufgestellten Konzept wurde laut, um den Schülern in allen Fächern individualisierte Lernwege zu ermöglichen. Zum anderen sah sich die wachsende Schule mit einem Computerraum vor der Notwendigkeit, die Möglichkeiten medialer Bildung ohne Engpässe zu ermöglichen; anstatt über einen weiteren Computerraum nachzudenken, lohnte sich der Blick auf eine mobile Lösung. 

Ein Wagen mit 30 iPads wurde angeschafft, da diese Geräte originär für den Bildungssektor konzipiert waren; sehr bald wurden in ersten Einzelprojekten mit den erweiterten Möglichkeiten individualisierten Lernens experimentiert, der Mehrwert war unübersehbar und der Klassensatz eroberte auch als mobiler Computerraum die Klassenzimmer. 

Drei Erkenntnisse waren richtungsweisend:  

- Lernen kann nur dann nachhaltig geschehen, wenn Unterrichtsergebnisse auch zu Hause verfügbar sind.

- Die schwache WLAN-Kapazität in den Klassenzimmern erschwert die Ergebnissicherung.

- Der Einsatz von iPads mit einem breiten Methodenspektrum rechtfertigt sich primär in den unteren Klassen, da sich Schüler hier noch nicht auf eine Lernstrategie festgelegt haben und wenig Bereitschaft zeigen, ihre Arbeitsweise umzustellen.

Eine paritätisch besetzte Arbeitsgruppe aus Eltern und Lehrern wurde eingerichtet, um die Entscheidung in Richtung einer „Bring your own device“-Lösung (BYOD) zu ebnen, Vorbehalte zu entkräften, Vertrauen in „neue“ technische Lösungen zu schaffen. Gleichzeitig wurden die technische Ausstattung der Klassenzimmer sowie die Internetanbindung ausgebaut. Im Sommer 2014 wurde der Entschluss in der Gesamtkonferenz gefasst, dass das Projekt zu einem Schulentwicklungsprozess verstetigt wurde, der den Einsatz von iPads in allen Fachbereichen und  auf allen Klassenstufen vorsieht. Die Lehrer wurden zeitgleich mit schuleigenen Geräten ausgestattet, die Schulordnung wurde dahingehend geändert, dass elektronische Geräte auf dem Schulgelände fortan verwendet werden durften. 

 

Weiter zu...

Grundsätze eines Konzepts

Schnellzugriff