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Hermann-Schnell-Stiftung

Die Hermann-Schnell-Stiftung wurde 1998 gegründet. Der ehemalige Gaienhofener „Schloss“-Schüler und Bürger Dr. Hermann Schnell, Chemiker, übergab in dankbarer Erinnerung an seine Schulzeit und die ihm widerfahrene Förderung in dem damaligen Deutschen Landerziehungsheim, in der Folge dann Ev. Internatsschule Schloss Gaienhofen dem Schulverein eine beträchtliche Stiftung zur Förderung von Schülern mit überdurchschnittlichen Schulleistungen.

Seither werden alljährlich zum Schuljahresbeginn von einem Beirat, der sich aus Mitgliedern der Schulleitung, des Schulvereins, des Freundes- und Förderkreises, sowie der bestimmten Nachfolgerin des Stifters rekrutiert Stipendien vergeben, die entweder von geeigneten Schülern selber beantragt oder solche vom Schulleiter vorgeschlagen werden können.

Gefördert werden Schüler mit sehr guten Schulleistungen (derzeit liegt die Vergabegrenze etwa bei einem Notendurchschnitt in den Kernfächern von 1,5 und besser).

Der Antrag für ein Stipendium der Hermann-Schnell-Stiftung ist formlos bis zum Ende der ersten Schulwoche eines neuen Schuljahres über die Schulleitung an den Vorstand  des Schulvereins zu richten.

Über die Vergabe der Stipendien wird möglichst im Monat Oktober des laufenden Schuljahres durch den Beirat der Hermann-Schnell-Stiftung entschieden. 

 

 

Zum 100. Geburtstag von Dr Hermann Schnell

Hermann Schnell wird am 8. September 1916 in Gaienhofen geboren. Sein Elternhaus ist die Bäckerei Leins, welche sein Vater begründet hatte. Er darf vor dem zweiten Weltkrieg die „Schlosschule“, damals noch deutsches Landerziehungsheim, als Stipendiat von der 5. bis zur 10. Klasse besuchen.  Oberstufe und Abitur absolviert er als Stipendiat im Landerziehungsheim Schloß Biberstein. Nach seinem 1937 als Mitglied der Studienstiftung des deutschen Volkes begonnenen Chemie-Studium erhält er im Jahr 1944 an der Universität Freiburg den Doktortitel, sein Mentor ist der Nobelpreisträger Hermann Staudinger.

Schon bald beginnt Hermann Schnell seine Forschungsarbeit in den Labors der Bayer AG in Leverkusen, übernimmt rasch die Leitung der Forschungsabteilung und Anfang 1953 die Leitung des neuen Forschungslabors in Krefeld-Uerdingen.

Im Sommer 1953 gelingt ihm der wissenschaftliche Durchbruch, er stellt aus Bisphenol A und Phosgen das aromatische Polycarbonat PC her.

Im Jahr 1970 erhält er die Hermann-Staudinger-Gedächtnismedaille und 1976 den Swinburne Award.

Als er in den Ruhestand tritt und das Ferienhaus seiner Familie in Gaienhofen bezieht, kann Dr. Hermann Schnell auf mehr als 350 eigene Patente stolz sein. 1995 richtet Hermann Schnell eine nach ihm benannte Stiftung ein, die junge Wissenschaftler aus dem Gebiet der makromolekularen Forschung fördert.

1998 errichtet er aus dankbarer Erinnerung an seine Schulzeit im Schloss Gaienhofen eine Stipendienstiftung für SchülerInnen mit hoher Leistungsbereitschaft und überdurchschnittlichen Leistungen. Er hat nicht vergessen, wie wichtig die von ihm selbst erfahrene Unterstützung leistungswilliger Jugendlicher ist und wie hilfreich für einen erfolgreichen Lebensweg die Arbeit einer Privatschule sein kann. 

Einen Tag vor seinem 83. Geburtstag, am 7. September 1999 stirbt Dr. Hermann Schnell.

Dr. Hermann Schnell als Abiturient
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