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Ruderevent 2015

1. Backstage-Event des Schulvereins- Rudern für Mitglieder (11.07.2015)

10.00 Uhr Treffen auf der Badewiese.  Nach und nach trudeln die ruderlustigen Eltern ein, um mit uns den versprochenen Blick hinter die Kulissen Gaienhofens zu werfen. Wie sehen die Boote im Einsatz aus? Wie kippelig sind sie? Was wiegen sie? Was müssen unsere Kinder da schleppen und leisten? Wie fühlt sich das Ganze an? ...

... Christoph Sessler, Lehrer für Sport und Deutsch und Leiter der Ruderabteilung und seine Adjudantin, die letztjährige Abiturientin und Übungsleiterin Simone Müller begrüßen uns, bzw. wir sie. Schon jetzt gibt es Vorschusslorbeeren und einen kleinen Dank an die Beiden für ihre Bereitschaft, uns einen Samstagvormittag zu widmen. Sonnenkappen werden auf die noch ungeschützten Häupter verteilt. Die Temperatur klettert schon wieder Richtung 30 Grad Marke. Schnell sind die Anwesenden auf zwei Viererboote verteilt. Jedes Boot hat seinen persönlichen Trainer als Steuermann. Wir tragen Boote und Skulls vom Lager auf den Steg, wässern sie und lernen zunächst das korrekte Einsteigen ins Boot: einen Fuß auf‘s Trittbrett in der Mitte, Festhalten der Skulls und Rübersetzen auf den Rollsitz.

Nach dem Abschieben ins glitzernde Morgenwasser erklärt uns der jeweilige Coach, wie wir die Skulls korrekt zu halten haben: rechte Hand über der linken Hand, Ruderflächen flach auf dem Wasser.  Eine ganze Weile dürfen wir nur statisch rudern, d.h., ohne den Rollsitz zu bewegen. Immer ein Paar rudert gemeinsam, um den Schlag zu lernen, erst die Position 1/2, dann 3/4. Schließlich alle vier auf den Schlag des Schlagmanns. Klappt schon ganz ordentlich. Schon wird unser Abenteuer schweißtreibend. Die eigentliche Anstrengung steht uns aber erst noch bevor. Das Ziehen der Skulls durch‘s Wasser, nur gerade unter der Oberfläche, nicht zu tief, auf dem Rollsitz nach vorne fahren, Skulls übers Wasser flach nach hinten gleiten lassen und wieder durchziehen. Zunächst machen wir das zu rhythmisch, lernen, wieviel Kraftreserve darin steckt, sehr langsam zurückzufahren und erst nach einem Atemholen wieder durchzuziehen, um das Gleiten des Bootes maximal auszunutzen.

Natürlich werden eine Menge „Krebse“ gezogen, d.h. der Skull „verhakt“ sich im tieferen Wasser, kann nicht schnell genug herausbefördert werden und die Mannschaft ist aus dem Rhythmus. Auch mangelnde Konzentration führt sofort zum Chaos. Immer wieder müssen wir erneut miteinander beginnen, werden aber von Mal zu Mal sicherer und schneller- jedenfalls empfinden wir es so. Nach zwei Stunden sind alle erhitzt und verschwitzt, aber auch recht stolz auf die neu gewonnenen Erkenntnisse.

Backstage - jetzt wissen wir, dass dieser vom Land aus gewonnene Eindruck, die Rennruderboote würden wie von selbst über‘s Wasser sausen, täuscht. Es ist harte Arbeit und Konzentration und die Achtung vor unseren eigenen Kindern ist wieder einmal ein Stückchen gestiegen. Dennoch hat es uns vor allem Spaß gemacht. Christoph Sessler und Simone Müller entpuppten sich nicht nur als begnadete, sondern auch als gnädige Trainer, sodass der Wunsch nach Wiederholung auf der Hand lag. Nächstes Jahr wollen wir wieder in den See stechen. Ob wir uns noch erinnern an das Gelernte? Macht nichts. Steter Tropfen höhlt den Stein. (Marie-Luise Mäder)

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