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Unterricht im Schloss um 1960

Schulordnung

Präambel

Ein Miteinanderleben, das gelingen soll, setzt ein gewisses Maß gemeinsamer Ordnung voraus. Sie hat für das menschliche Zusammenleben grundlegende Bedeutung. Ordnungen helfen uns Konflikte zu regeln; sie ermöglichen Freiheit und Gerechtigkeit und machen uns bewusst, dass jedes Mitglied der Schulgemeinschaft Verantwortung für sich, seine Mitmenschen und das Schulgelände trägt und seinen Beitrag für ein gutes Miteinander leisten kann. (sinngemäß nach einem Auszug aus der Entschließung der 5. Synode der EKD im November 1978 in Bethel).

Schloss Gaienhofen versteht sich als EINE Schule und als Haus des gemeinsamen Lebens und Lernens. Wir achten die Würde und Freiheit der Person bei allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft, gehen respektvoll miteinander und mit jeglichem Eigentum um.

Wir achten die Leistung und die Fähigkeiten der Mitschüler, ihre Glaubens- und Meinungsfreiheit.

Die Schulordnung soll jedem Schüler zu einer erfolgreichen Schulzeit verhelfen, die Freiheit nicht unnötig einschränken, sondern jedem die Entfaltung eigener Kräfte und Fähigkeiten bei gleichzeitiger Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse anderer ermöglichen.

 

I Allgemeines Verhalten in der Schule

  1. Diese Schulordnung gilt für alle Mitglieder und Gäste der Schulgemeinschaft.
  2. Durch die Unterschrift im Schulvertrag erkennen Schüler der Evangelischen Schule Schloss Gaienhofen und deren Erziehungsberechtigte diese Schulordnung an.
  3. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft achten darauf, dass die Schulordnung eingehalten wird und sprechen diejenigen sofort an, die das nicht tun.
  4. Für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft gelten die allgemeinen Gebote der Fairness, der Rücksichtnahme und der Höflichkeit sowie der sorgsame Umgang mit jeglichem Eigentum. Wer vorsätzlich oder fahrlässig fremdes Eigentum, Gebäudeteile, Einrichtungsgegenstände der Schule oder der Kirche beschädigt, wird zu Schadenersatz herangezogen.
  5. Lärmen, Schreien und Toben im Schulgebäude und Schulgelände stören den Unterrichtsablauf und sind zu vermeiden. Während der Doppelstundenblöcke ist auf Ruhe im Gang zu achten.
  6. Beleidigungen, Diskriminierungen, tätliche Übergriffe und Mobbing werden nicht geduldet und haben Erziehungs- oder Ordnungsmaßnahmen zur Folge.
  7. Das Mitbringen von Waffen, Alkohol oder Drogen ist untersagt. Als besonders schwere Verstöße betrachten wir die Verbreitung illegaler Drogen oder deren Konsum, die Förderung von Fremdenhass sowie die Verbreitung rassistischer Parolen. Diese Vergehen können zum unmittelbaren Schulausschluss führen.
  8. Über Erziehungsmaßnahmen entscheidet die Klassenkonferenz auf Basis des Konzepts „FüreingutesMiteinander“, bei Maßnahmen im Rahmen von §90 des Schulgesetzes entscheidet der SL nach Empfehlung der Klassenkonferenz. Bei schwerwiegenden Verstößen entscheidet der SL nach Beratung durch den Disziplinarausschuss.
  9. Die Mitglieder der Schulgemeinschaft tragen im Unterricht angemessene Kleidung.

 

II Unterrichtsbesuch

Alle Schüler sind zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht und schulischen Veranstaltungen verpflichtet. Zu diesen gehören auch die wöchentliche Morgenandacht, Klassen- und Studienfahrten, Exkursionen, Schulpraktika sowie die belegten Arbeitsgemeinschaften.

  1. Schulbeginn: Die Schule wird morgens um 7.30 Uhr geöffnet. Der Unterricht beginnt um 8.00 Uhr. Bis zur Öffnung der Klassenräume stehen den Schülern die Aufenthaltsräume zur Verfügung.
  2. Die Schüler sind mit dem Läuten zur Unterrichtsstunde im Klassenzimmer. Ist fünf Minuten nach dem Läuten noch kein Lehrer in der Klasse, so melden sich die Klassensprecher im Lehrerzimmer oder notfalls im Sekretariat.
  3. Fehlzeiten: Ist ein Schüler durch Krankheit oder andere triftige Gründe am Unterrichtsbesuch gehindert, so geben die Eltern vor Unterrichtsbeginn im Sekretariat telefonisch oder per email Bescheid. Bei Wiederaufnahme des Unterrichts ist in jedem Fall eine von den Eltern/ Erziehungsberechtigten unterschriebene Entschuldigung mit Angabe des Abwesenheitsgrundes vorzulegen. Die Schule kann ein ärztliches Attest verlangen. Der Schüler der Kursstufe legt umgehend nach der Fehlzeit jedem betreffenden Fachlehrer eine schriftliche Entschuldigung der Eltern mit Angabe der Fehlzeit und des Grundes vor.
  4. Bei plötzlich auftretender Krankheit oder Übelkeit kann der Fachlehrer den Schüler nach Hause beurlauben. Die dazu nötige Elternmitteilung legt der Schüler bei Wiederaufnahme des Unterrichts mit der Unterschrift der Eltern dem Klassenlehrer / Tutor vor.
  5. Beurlaubungen vom Unterricht können gemäß der Schulbesuchsverordnung nur bei Vorliegen wichtiger Gründe ausgesprochen werden. Für eine Unterrichtsstunde geschieht dies durch den jeweiligen Fachlehrer, für bis zu zwei aufeinander folgende Unterrichtstage durch den Klassenlehrer / Tutor, bei längerer Dauer nur durch die Schulleitung. Jede Beurlaubung muss rechtzeitig (in der Regel vier Unterrichtstage) im Voraus durch die Eltern eingeholt werden. Beurlaubungen unmittelbar vor oder nach den Ferien bzw. an Wochenenden müssen über den Klassenlehrer / Tutor bei der Schulleitung beantragt werden.
  6. Ab dem Betreten des Schulgeländes zu Unterrichtsbeginn bis einschließlich der letzten Unterrichtsstunde des Schülers darf das Schulgelände nicht verlassen werden. Den Schülern ab Klasse 10 ist dies während der Freistunden, der großen Pausen und der Mittagspausen auf eigene Gefahr gestattet. Wer das Schulgelände ohne Erlaubnis verlässt, verliert den durch die Schule gegebenen Versicherungsschutz.
  7. Bei jedem Fernbleiben vom Unterricht haben die Schüler die Auflage, den versäumten Unterrichtsstoff selbstorganisiert nachzuarbeiten und dies gegebenenfalls nachzuweisen.
  8. Häufiges entschuldigtes und unentschuldigtes Fehlen kann im Zeugnis vermerkt werden.
  9. Kann eine angekündigte Klassenarbeit / Klausur nicht mitgeschrieben werden, informieren die Eltern vorab die Schule. Wurde eine angekündigte Klassenarbeit / Klausur unentschuldigt versäumt, wird diese mit der Note „ungenügend“ bzw. „null Punkte“ bewertet.
  10. Entschuldigungen für den Sportunterricht sind an den jeweiligen Sportlehrer zu richten.

 

III Im Haus und auf dem Schulgelände

  1. Die Nutzung von elektronischen Medien im Unterricht ist nur mit Zustimmung der Lehrkraft erlaubt. Außerhalb des Unterrichts sind elektronische Medien mit Ausnahme der Kirche und des Speisesaals während der Essenszeiten erlaubt, wenn sie für die schulische Arbeit benötigt werden. Die Nutzung von Kopfhörern ist nur in den Aufenthaltsräumen zulässig. Spiele aller Art sind unerwünscht. Bei Zuwiderhandlung kann der Lehrer dem Schüler das Gerät abnehmen. Schülern der Klassen 5 und 6 ist die Benutzung elektronischer Medien vor dem Unterricht und in den Pausen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Lehrkraft erlaubt. Bei Aufnahmen in Ton und Bild gelten die gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen des Schulvertrags.
  2. Das Rauchen ist im gesamten Schulgelände untersagt.
  3. Plakate und sonstige Aushänge dürfen nur nach Genehmigung durch die Schulleitung angebracht werden.
  4. Veranstaltungen außerhalb des regulären Unterrichtes können nach Genehmigung durch die Schulleitung (und Absprache mit dem Hausmeister) im Schulgebäude stattfinden. Die Anwesenheit mindestens eines Aufsicht führenden Lehrers ist erforderlich.
  5. In der Mittagspause (6. und. 7. Stunde) ist Schülern der Aufenthalt in den dafür vorgesehenen Aufenthaltsräumen gestattet. Während der Mittagspause ist Lärmen, Toben und Schreien auf dem Schulhof und im Schulgebäude wegen des laufenden Unterrichts nicht gestattet.
  6. Fahrräder, Mopeds und Motorräder können nur an den dafür vorgesehenen Stellen abgestellt werden. Bis 16.15 Uhr parken ausschließlich Mitarbeiter auf den ausgewiesenen Parkplätzen des Schulgeländes. Auf dem Schulgelände darf nur im Schritttempo gefahren werden.
  7. Im gesamten Schulgelände wird Mülltrennung praktiziert in den dafür aufgestellten Abfallbehältern. (siehe Abfallbestimmungen).
  8. Für das Sauberhalten des gesamten Schulgeländes sind alle Mitglieder der Schulgemeinschaft verantwortlich. Der Campusdienst findet in der 2. großen Pause statt.

 

IV Klassenzimmer und Fachräume

  1. Jeder Schüler und jede Schülerin ist für Ordnung, Sauberkeit und Hygiene im gesamten Schulbereich und insbesondere an seinem Sitzplatz verantwortlich.
  2. Jeder Klassen- oder Fachraum ist nach Ende der jeweiligen Unterrichtsstunde in sauberem und ordentlichem Zustand zu hinterlassen, in den großen Pausen sind die Räume abzuschließen. Die Klassenordner säubern die Tafel, lüften das Zimmer und achten auf energiebewussten Umgang mit der Heizung und Strom. Bei starken Verschmutzungen wird der Raum gefegt.
  3. Mit Betreten der Unterrichts- und der Fachräume müssen Speisen und mitgebrachte Getränke in den Schultaschen untergebracht sein.
  4. Nach der letzten Unterrichtsstunde werden die Stühle von den Schülern hochgestellt und die Klassenzimmer abgeschlossen.
  5. Klassenräume können nach Absprache mit dem Klassenlehrer gestaltet werden.
  6. Die Fachräume, die fachspezifischen Sammlungen, die Lernlandschaften und die Sporthallen dürfen nur in Begleitung eines Fachlehrers bzw. auf dessen ausdrückliche Anordnung hin betreten werden.
  7. Für den Sport- und Bibliotheksbereich, die naturwissenschaftlichen Fachräume, das Schloss und das Lern- und Medienhaus sowie für den Informatikraum gelten die jeweiligen Nutzungsordnungen.

 

V Pausenordnung

A Große Pausen

  1. In den beiden großen Pausen verlassen alle Schüler die Unterrichtsräume und das Schulgebäude. Die Schüler dürfen nicht vor Ende der regulären Unterrichtsdauer entlassen werden, damit andere Klassen nicht gestört werden. (Ausnahme: Klausuren in der Kursstufe). Bei Regen können sich alle Schüler in den Fluren des Unterrichtstraktes bzw. in ihren Klassenzimmern aufhalten.
  2. Die Schüler der Klassen 5 bis 9 halten sich während der großen Pausen im Pausengelände auf. (Pausengelände siehe gesonderter Plan).
  3. Die Schülerinnen und Schüler der J1 und 2 können sich während der großen Pausen im Oberstufenraum, im Schülercafé, dem AD-Saal, auf der Terrasse und in den Aufenthaltsräumen im Marstall aufhalten.
  4. Mit dem ersten Läuten am Ende der großen Pausen begeben sich die Schüler umgehend in die Unterrichtsräume.

B Kleine Pausen

  1. Die kleinen Pausen sind dazu da, dass die Schüler entsprechend dem Stundenplan die Unterrichtsräume wechseln oder zur Toilette gehen können. Bei Doppelstunden werden kleine Pausen vom Fachlehrer festgelegt.
  2. Während der kleinen Pausen halten sich alle Schüler in den Klassenräumen auf, wenn sie im Raum weiterhin Unterricht haben.
  3. Vor den Fachräumen verhalten sich die Schüler ruhig und warten, bis die Fachräume aufgeschlossen werden.

 

VI Besondere Regelungen

  1. Schüler der Klassen 5 bis 10 müssen ein Hausaufgabenheft führen.
  2. Für Leistungsbewertung und Hausaufgaben gelten die jeweils verbindlichen staatlichen Verordnungen.
  3. In Konfliktfällen nutzen wir die Hilfe der Schulsozialarbeiterin bzw. helfen Lehrkräfte und Stufenkoordinatoren.

(Beschluss der Gesamtkonferenz am 5.7. 2017)


Gaienhofen, den 05.7.2017

D. Toder

*In der gesamten Schulordnung sind mit dem Begriff „Schüler“ und „Lehrer“ stets auch die Schülerinnen und Lehrerinnen einbezogen.

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