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Schloss Gaienhofen eröffnet ein Aufbaugymnasium

Zu Beginn des Schuljahres 2017/18 wird am Ambrosius-Blarer-Gymnasium Gaienhofen das erste Aufbaugymnasium im Landkreis Konstanz seinen Betrieb aufnehmen, an einem traditionsreichen und zugleich innovativen Standort:

Das ehemalige Landerziehungsheim für Mädchen (1904 gegründet) war über 100 Jahre eine Internatsschule und hat sich seit 2012 zu einer beliebten Schule für unsere Region mit insgesamt 751 Schülern entwickelt. Mittlerweile können hier Schülerinnen und Schüler in drei Schularten ihre staatlich anerkannten Abschlüsse erlangen: die Allgemeine Hochschulreife nach 8 Jahren am Gymnasium oder nach 9 Jahren am Wirtschaftsgymnasium und die Mittlere Reife an der Realschule.

Im Sommer 2017 werden die ersten Absolventen der Gaienhofener Realschule ihre Prüfung ablegen. Aus den Reihen der 25 Absolventen wollen allein 21 Schülerinnen und Schüler an Schloss Gaienhofen bleiben und hier ihr Abitur machen. Zeitlich dazu passend eröffnet Schloss Gaienhofen mit dem neuen „dreijährigen Gymnasium der Aufbauform“ einen Weg zum Allgemeinbildenden Abitur, den es so im Landkreis Konstanz bisher nicht gab:

Analog zum beruflichen Gymnasium können sich am Aufbaugymnasium alle Zehntklässler bewerben – ganz gleich ob sie von der Realschule, vom Gymnasium oder einer Gemeinschaftsschule kommen. Anders als beim beruflichen Gymnasium, müssen sich die Schüler aber noch nicht auf eine bestimmte berufliche Richtung festlegen – eine Entscheidung, die vielen 15,16 Jährigen noch schwerfällt!

Vielmehr steht den Schülern in der Kursstufe (12./13. Klasse) das breitgefächerte Spektrum der 4-stündigen Neigungsfächer eines Gymnasiums offen: Von Kunst, Musik oder Sport über die drei Naturwissenschaften bis hin zu Geschichte, Geografie und Religion können die Schüler ihre Allgemeinbildung stärken und ihre Lieblingsfächer vertiefen.

Damit folgt die Evangelische Schule am Bodensee einem vielfach von Eltern und Schülern geäußerten Wunsch, das Abitur nach 9 Jahren ablegen zu können – nicht nur im hauseigenen WG, sondern auch am Allgemeinbildenden Aufbaugymnasium.

In der Klasse 11 wird daher zunächst Wert auf eine sukzessive Angleichung der Lernvoraussetzungen gelegt. Individuelle Unterstützungsangebote in Mathematik und Englisch gewährleisten, dass methodische, inhaltliche und fachspezifische Grundlagen gefestigt und ergänzt werden können. Alle Schüler des Aufbaugymnasiums erhalten eine persönliche Lernbegleitung durch Fachlehrer, die sich Zeit für regelmäßige Coachinggespräche nehmen.

So werden die Schüler individualisiert auf die Kursstufe des Gymnasiums vorbereitet. Eine schrittweise Hinführung zum selbst organisierten Lernen ist dank der neugestalteten Lernlandschaften mit Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen im historischen Schloss oder im „Lern- und Medienhaus“ möglich.

Gemeinsame Werte wie Respekt, Anerkennung und die Übernahme von Verantwortung für sich und die anderen sind die Grundlage für ein gelingendes, gemeinschaftliches Miteinander in den Klassen und zwischen Lehrern und Schülern.

Die Evangelische Schule Schloss Gaienhofen setzt mit der Gründung des Aufbaugymnasiums den Prozess der Schulentwicklung als innere Differenzierung nach Schularten konsequent fort. Diese Entwicklung begann mit der  Profilierung durch das bundesweit einmalige, bilinguale Abiturfach „Wirtschaft und Verantwortung“ vor über zehn Jahren, das in der Fortschreibung der dort gewonnenen Erfahrungen zur Gründungsidee für das 2009 eröffnete Wirtschaftsgymnasium wurde. Im Jahr 2011 folgte dann die Gründung der Realschule als Bildungsgang, der parallel zum Allgemeinbildenden Gymnasium als zweite Säule von Klasse 5 bis Klasse 10 beschritten werden kann. Die beiden Schularten unter einem Dach gewährleisten bereits heute lückenlose, individuelle Bildungswege in Unter- und Mittelstufe; selbst bei einem Wechsel bleibt man der Schulgemeinschaft verbunden. Das Aufbaugymnasium erweitert dieses Konzept der individuellen Bildungswege, indem es für Zehntklässler aus beiden Säulen – Gymnasium und Realschule - offen steht.

Aufnahmevoraussetzungen:

Am Aufbaugymnasium können Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Realschule, der Gemeinschaftsschule und der Werkrealschule aufgenommen werden. Dabei muss der Notendurchschnitt in Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens 3,0 sein und keines dieser Fächer darf schlechter als  „ausreichend“ sein. Für Schüler des Allgemeinbildenden Gymnasiums ist das Versetzungszeugnis am Ende der 9. oder der 10. Klasse zugleich die Eintrittskarte für das Aufbaugymnasium. Schüler der Waldorfschule und Schüler aus dem Ausland können das Aufbaugymnasium nach einer erfolgreich abgelegten Aufnahmeprüfung besuchen.

 

Coachinggespräche sind wichtiger Bestandteil der individuellen Förderung.
Arbeiten in den Lernlandschaften im Schloss mit Beratung durch die Lehrkräfte...
... Einzelberatung
... Arbeit in Gruppen...
... oder alleine.
Das Campusgelände bietet viele Möglichkeiten...
... sich auch im Freien zum Lernen zu treffen.
 

Informationsflyer

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