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ILC - Individualisiertes Lernen Coachen

Das individualisierte Lernen genießt seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert an unserer Schule. Die Kinder und Jugendlichen sollen gemäß der Präambel des Schulleitbildes im Mittelpunkt stehen. Durch das Entwickeln eigener Lernstrategien und Lernwege zur Erreichung eines vorgegebenen Ziels lernen die Heranwachsenden selbstständiger und gemäß ihres Lerntyps.

„Wir nehmen uns und unsere Mitmenschen als eigenständige Persönlichkeiten wahr und fördern und fordern ihre individuelle Entwicklung.“ 

Die zunehmende Individualisierung des Unterrichts erfordert aber auch die Begleitung der Schülerinnen und Schüler durch die Lehrerinnen und Lehrer. Das aus dem Schulleitbild zitierte Fördern und Fordern der individuellen Entwicklung verdeutlicht, dass die Heranwachsenden in ihrer Selbstständigkeit nicht etwa alleine gelassen werden. Vielmehr verstehen sich die Pädagogen der Schlossschule als Lernwegbeleiter.

Seit der Einführung von ILC (Individualisiertes Lernen Coachen) im September 2016 in 17 teilnehmenden Klassen unserer Schule haben die Kinder und Jugendlichen in etwa fünf Gesprächen pro Schuljahr die Möglichkeit, mit ihrem persönlichen Coach über ihre Lernprozesse zu sprechen. Da dieser zumeist auch der Klassenlehrer des Kindes ist, sind die jeweils rund 15 Minuten dauernden Gespräche, die während des regulären Fachunterrichts eines Kollegen stattfinden, geprägt von Offenheit, Vertrauen und Wertschätzung. 

Die Zielsetzung hinter diesen Coaching-Gesprächen ist keine andere, als die individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden wahrzunehmen und fördernd beziehungsweise fordernd zu begleiten. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Schülerinnen und Schüler über erfolgreiche Lernprozesse oder Schwierigkeiten beim Erreichen von Lernzielen berichten. Gemeinsam mit ihrem persönlichen Lerncoach reflektieren sie dann, welche Faktoren für das Gelingen oder Misslingen des Lernens verantwortlich waren. Sind diese Faktoren erst einmal identifiziert, setzen sich die Kinder und Jugendlichen schriftlich ein Ziel, an dem sie bis zum nächsten Coaching-Gespräch arbeiten. 

Am Elternsprechtag sprechen die Heranwachsenden dann gemeinsam mit ihren Eltern und dem Lerncoach über die verfolgten Ziele. Oft lassen sich an diesem Tag auch schon erste schulische Erfolge festmachen, die sich auf Grund der Veränderungen im Lernverhalten ergaben.

Die positiven und wertschätzenden Bestärkungen durch den Lerncoach, die sich häufig nicht auf Noten sondern auf Verhaltensweisen beziehen, sowie die großen Zeiträume für den persönlichen Austausch jenseits der Notengebung, ermöglichen einen weiteren Vorteil der ILC-Gespräche: Die nachhaltige Verbesserung der Schüler-Lehrer-Beziehung.

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